Zentrale Vorannahmen
Ein zentrales Element der NLP sind die NLP-Vorannahmen, welche von Bandler und Grinder als Verhaltensgrundmuster beim 'Modellieren' erfolgreicher Persönlichkeiten genannt wurden. Die 12 wichtigsten „Vorannahmen“ sind:
1. Die Landkarte ist nicht das Gebiet. (siehe Alfred Korzybski)
2. Menschen treffen innerhalb ihres Modells von der Welt grundsätzlich die beste ihnen mögliche Wahl.
3. Jedes Verhalten ist durch eine positive Absicht motiviert.
Das Akzeptieren einer subjektiv positiven Absicht ignoriert nicht die möglichen Auswirkungen einer Handlung. Sie dient im beratenden Kontext dazu, ein negatives Selbstbild umzudeuten.
4. Menschen haben alle Ressourcen in sich, um jede gewünschte Veränderung an sich vorzunehmen. Zu ergänzen „… bis man an Grenzen stößt, z.B. physische Ursachen.“
5. Der positive Wert eines Individuums bleibt konstant, aber die Angemessenheit des Verhaltens kann bezweifelt werden.
6. Es gibt in der Kommunikation keine Fehler oder Defizite. Alles ist Feedback.
Durch diese Vorannahme wird der Weg zur verletzungsfreien Annahme von Kritik eröffnet. Einseitige Schuldzuweisungen sind auch nach Paul Watzlawick (Interdependenz) grundsätzlich falsch.
7. Die Bedeutung der Kommunikation liegt in der Reaktion, die man erhält.
Nicht, was Du tust, zählt, sondern wie Deine Umgebung auf Dich reagiert.
8. Wenn etwas nicht funktioniert, tue etwas anderes.
Offen zu sein für alles, was funktioniert. Die Bereitschaft zur Suche nach Lösungsalternativen. Eine typische Konfusion wird hiermit erzeugt: „Es ist so!“ - „Oder auch nicht!!“
9. In einem ansonsten gleich bleibenden System kontrolliert das Element mit den größtmöglichen Verhaltensmöglichkeiten das System.
Es wird Verhaltensflexibilität vom Berater eingefordert.
10. Widerstand beim Klienten bedeutet mangelnde Flexibilität auf Seiten des Beraters.
Es gibt immer einen dritten Weg.
11. Der Sinn jeder Kommunikation ist nicht die Absicht, sondern die Reaktion, die sie beim Gegenüber auslöst.
Diese Annahme korrespondiert mit dem Axiom von Paul Watzlawick: Wahr ist nicht, was A gesagt hat; Wahr ist, was B verstanden hat.
12. Wenn jemand etwas Bestimmtes tun kann, so ist es möglich, dieses Verhalten zu modellieren (nachzumachen) und es weiterzugeben.
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Neurolinguistische_Programmierung
Friday, 15 January 2010
Wednesday, 6 January 2010
Eine visionäre und erfolgreiche Zeit 2010. wünscht Euch Martin Amend
Hier mal wieder ein Neujahresbrief. Ich schreibe hier nieder, welche Gedanken und welches Handeln für mich wichtig sind:
wir Menschen glauben frei zu sein, weil wir unserer Handlungen bewußt sind und nicht die Ursachen kennen, durch welche diese Handlungen bestimmt werden.
Immer wieder ein Neubeginn. In Visionen öffnen wir uns vollständig und bereitwillig, so dass Kreativität uns durchströmt und uns einen Weg hin zur Transzendenz und darüber hinaus zeigt. Visionär zu sein heißt, dass wir die positive Zukunft empfangen. Sie lässt das los was unwesentlich ist, und richtet sich stärker auf das aus, was Bedeutung hat und den Erfolg bringen wird. Wer einer Vision folgt, der hat sich dem Ziel verschrieben, seiner Inspiration zu folgen. Er empfängt die kreative Kraft, die ihn erhebt, damit er den neuen und besseren Weg sehen, fühlen und hören kann. Er reitet an vorderster Front des sich entfaltenden Weges. Die Geschichte der Vision geht mit einer großen Zahl anderer Geschichten einher: Abenteuer, Erwachen, Kreativität, Ermächtigung, Geburt, Freiheit, Liebe, Wunder, Schöpferischer Geist, Held, Inspiration, Lebensaufgabe, Wegbereiter, Schamanische Kraft, Leuchtender Stern, Erfolg, Sieg und Bereitschaft.
Wenn wir visionär leben, dann sind wir sicher und vertrauen darauf, dass es einen besseren Weg gibt, und wir ruhen nicht eher, bis dass wir ihn in die Welt bringen können. Wir lassen uns von Hindernissen nicht aufhalten, sondern springen aus unserer Liebe heraus über den Abgrund und lassen eine Brücke zurück, die es anderen Menschen ermöglicht, uns zu folgen. Wir sind mutig und erfüllt von Liebe, Heilung, Vorherwissen und Macht.
Als Visionär verspürst du den Antrieb, einen besseren Weg zu finden. Du kannst das Gefühl, festzustecken, in einer Falle gefangen zu sein oder aufgehalten zu werden, nicht ausstehen. Transzendenz (Überschreiten) ist eine Lebensweise, du hast dich dem Ziel verschrieben, sie mit anderen Menschen zu teilen. In deinem Leben geht es um mehr als nur um dich selbst. Du findest einen Weg, wenn der Weg verloren scheint. Für andere Menschen bist du eine Inspiration und ein lebendiges Zeichen der Größe und der Kreativität, die erreicht werden kann. Du lebst für die Menschen, und in einigen Fällen hilfst du den Menschen nicht nur menschlicher zu werden, sondern auch, ihre Göttlichkeit zu erkennen.
Ein Unternehmen ist wie eine Kutsche, die von wilden Pferden gezogen wird. Diese Pferde stehen für die Emotionen, Ambitionen und Beweggründe aller Personen in dem Unternehmen. Das Kurshalten erfordert dabei nahezu genau so viel Geschick, wie das Einschlagen einer neuen Richtung. Philosophen von Platon bis Vivekananda haben sich dieser Methode als Metapher bedient, um zu unterstreichen wie notwendig es ist, emotionale Energien zu nutzen. Das trifft auch auf das Management zu. Ein handlungsorientierter Mind-Set bedeutet, insbesondere auf höherer Ebene nicht, die Pferde mit der Peitsche zu einem rasanten Zickzack-Kurs anzutreiben.
Es geht darum ein genaues Gespür für das Terrain zu entwickeln. Das Management muss wissen, was das Team auf diesem Terrain leisten kann, und es sollte dieses dabei unterstützen, die Richtung festzulegen, sie beizubehalten, und somit alle auf Kurs zu halten. Die Begriffe Handlung und Veränderung bedürfen wohl keiner weiteren Erläuterung. Jeder kennt sie und weiß um ihre Bedeutung. Aber genau das ist das Problem. Derzeit ist eine übermächtige Betonung der Handlung auf Kosten der Reflexion zu beobachten. Wenn Probleme auftreten und als Probleme wahrgenommen werden. Uns wird unablässig gesagt, dass wir in Zeiten von großen Umwälzungen leben, dass sich alles verändert und das wir uns folglich besser in einem fortwährendem Alarmzustand befinden sollten.
Heisst es also verändern oder untergehen. Vieles funktioniert so wie immer. Ich will damit nicht sagen, dass sich nichts verändert, im Gegenteil es verändert sich immer etwas. Aktuell ist es die Informationstechnologie. Doch viele andere Dinge verändern sich überhaupt nicht. Und diese bemerken wir nicht. Wir neigen dazu uns auf Veränderungen zu konzentrieren und schließen aus, dass sich alles ändert. Diese Denkweise ist kaum als reflektierender Mind-Set zu bezeichnen. Sie wirkt sich sogar nachteilig auf den handlungsorientierten Mind-Set aus.
Wir müssen uns der Realität stellen, in der Veränderungen eben nicht allgegenwärtig sind und das Phänomen Veränderung an sich keine neue Erscheinung ist. So wie für den reflektierenden Mind-Set der Respekt für die Geschichte von großer Bedeutung ist, so steht dem handlungsorientierten Mind-Set ein bisschen Bescheidenheit gut zu Gesicht. Veränderung ohne Kontinuität ist bedeutungslos. Es gibt eine Bezeichnung für einen Zustand, bei dem sich alles fortlaufend ändert: Anarchie - Herrschaftslosigkeit. Auf diesen Zustand legen wohl Wenige Wert, insbesondere Unternehmen, die sich auf dem Markt behaupten möchten.
Unternehmen werden nach den Produkten beurteilt, die sie verkaufen bzw. den Leistungen, die sie erbringen und nicht nach den Veränderungen, die sie vorgenommen haben. Dass heißt also, Veränderungen können nicht ohne Kontinuität durchgeführt werden. Entsprechend besteht der Trick für den handlungsorientierten Mind-Set darin, Energie für Dinge zu mobilisieren, die verändert werden müssen. Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass der Rest erhalten bleibt. Damit keine Missverständnisse entstehen: Management von Kontinuität (Beständigkeit) ist nicht einfacher, als das Management von Veränderungen. Denken wir nur an die wilden Pferde.
Der beherrschende Aspekt des Managements von Veränderungen ist cartesianisch (>rechtwinklig<): Handlung resultiert aus sorgfältig geplanten, bewußten Strategien, die als systematisch verwaltete Entscheidungsfolgen entwickelt werden. Das ist der analytische Mind-Set, nicht der handlungsorientierte. Das US-Unternehmen Monsanto führte mit diesem Ansatz die Bio-Technologie in die Landwirtschaft ein. Durch die Steuerung der Saatgutvielfalt, sowie mit Hilfe bestimmter Pestizide und Düngemittel gelang es Monsanto ein gesamtes Ökosystem auf den Markt zu bringen. Der Konzern verfügte über die notwendigen Forschungskapazitäten und die weltweite Präsenz um das Projekt in die Tat umzusetzen. Also entschied sich das Management für einige wohlüberlegte Unternehmenskäufe und positionierte sich als Microsoft der Agrar-Branche. Doch die Bauern und Verbraucher zogen nicht mit, sie legten mehr Wert auf Kontinuität. Der Plan scheiterte.
Erfolgreiche Veränderungen ergeben sich nicht aus einer mechanischen Abfolge von Einzelschritten, sie sind nicht das Ergebnis, der bloßen Formulierung einer Strategie und der anschließenden Umsetzung. Handlung und Reflexion müssen in einer Dynamik münden und dazu gehört auch Kooperation. Satisch Guma, der Leiter des Schuhmacher-Institute in Großbritanien formulierte dieses Prinzip im Titel seines neusten Buchs: You are therefor I´am, a declaration of depentants. Du bist also bin ich.- Eine Abhängigkeits-Erklärung.
Wir sollten nach Möglichkeit reflektierender Kooperation und analytische Weltgewandtheit an den Tag legen, um effektive Veränderung zu erreichen. Genauso ist eine energiegeladene Handlung notwendig, doch das bedeutet nicht, dass man in Aktionismus verfallen oder ewig an einer Struktur herum basteln sollte. Es geht vielmehr darum neugierig, wachsam, und experementierfreudig zu bleiben.
Veränderung ist ein Lernprozess, und das gilt auch für das Kurshalten. Wir können Stillstand als Normalzustand und Veränderungen als Geschäftigkeit betrachten, doch das muss nicht zwangsläufig so sein. Aktive Mitglieder eines Unternehmens setzen sich möglicherweise einer Veränderung, weil sich der Ansicht sind, dass sich diese Funktionsstörend auswirken würde. Andererseits können sie eine stillschweigende Veränderung für sich selbst herbeiführen, indem sie fortwährend Abläufe verändern um eine bessere Leistung zu erzielen.
Verweben der Mind-Sets: Alle fünf Mind-Sets sind keine klar definierten Kategorien, wir brauchen zwar unterschiedliche Bezeichnungen zur Abgrenzung, doch die Übergänge sind fließend. Nicht die Bezeichnungen, sondern die damit verbundenen Konzepte stehen im Mittelpunkt. Sie sind auch mehr als bloße Metapher, doch anhand einer Metapher lässt sich besser erläutern, wie sie sich zusammenfügen. Stellen wir uns die Mind-Sets als Farben und den Manager als Weber vor. Für eine effektive Leistung müssen die einzelnen Mind-Sets über und unter der jeweils der anderen Mind-Sets gewebt werden, bis ein glatter strapazierfähiger Stoff entsteht. Wir analysieren und dann handeln wir.
Doch das funktioniert nicht erwartungsgemäß, also reflektieren wir. Wir handeln erneut und stellen dann eine Blockade fest, weil wir nicht alleine vorankommen. Wir müssen kooperieren. Doch hierfür müssen wir uns in die Welt von anderen begeben. Darauf folgen weitere Analysen um die neuen Erkenntnisse zu formulieren. Dann handeln wir erneut, und so weiter. Und dabei entsteht unser neuer Stoff der Anstrengungen. Ein Stück Stoff aber reicht nicht aus. Ein Unternehmen ist eine kollektive Einheit, die ein gemeinsames Ziel dann erreicht, wenn die einzelnen Stoffstücke der Manager zu Kleidungsstücken zusammen genäht werden. Wenn Manager zusammenarbeiten und ihre reflektierenden Handlungen in analytischer, weltgewandter Weise miteinander kombinieren.
Ich habe betont wie wichtig es ist, dass sich Manager intern mit den fünf Mind-Sets vertraut machen. Doch viele Führungskräfte neigen stärker zum einen oder anderen. Je nach der jeweiligen Situation und deren persönlichen Neigungen. Manche Menschen sind nachdenklicher als andere, manche sind stärker handlungsorientiert, manche analytischer veranlagt und so weiter. In den Finanz- und Marketingabteilungen finden sich viele mathematikversessene, analytisch veranlagte Manager. Verkaufsmitarbeiter betonen manchmal zu sehr den Aspekt der Weltgewandtheit und die Mitarbeiter des Personalwesens sind manchmal etwas zu begeistert, was Kooperationen angeht. Somit muss das Weben des Stoffs und das Nähen ebenfalls in Kooperation erfolgen, um in unserem Bild zu bleiben, da Manager sich so gegenseitig verstehen und stärken können. Unternehmen haben sich in den letzten Jahren intensiv um das Thema Nahtlosigkeit gekümmert. Doch wir alle wissen saubere Nähte zu schätzen, genau wie gut kombinierte Mind-Sets.
Erfolgreiche Unternehmen schneidern überzeugende Ergebnisse aus den verwobenen Mind-Sets ihrer Manager.manager.
aus >Die fünf Welten eines Managers<
Die fünf Mind-Sets von Jonathan Gosling und Henry Mintzberg:
1. Management des eigenen Ichs: Der reflektierende Mind-Set
2. Management von Organisationen: Der analytische Mind-Set
3. Management des Kontexts: Der weltgewandte Mind-Set
4. Management von Beziehungen: Der kooperative Mind-Set
5. Management von Veränderungen: Der handlungsorientierte Mind-Set
Quelle: http://5minds.mespom.eu
Ich wünsche Dir eine ausgewogene Work-Life-Balance. Ich hoffe dass wir in diesem Jahr einige kooperativen Projekte stemmen können. Lass uns gemeinsam darum bemühen und >kämpfen<.
Alles Wesentliche. Alles Herzliche.
Martin Amend
PS:
Haftungsausschluss
Inhalte
Die Inhalte dieser Seiten wurden sorgfältig bearbeitet und überprüft. Der Autor übernimmt jedoch keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit noch für die Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Autor, die sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, welche durch Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen oder durch fehlerhafte und unvollständige Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen, sofern seitens des Autors kein nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässige Verschulden vorliegt. Der Autor behält sich ausdrücklich das Recht vor, Teile der Seite oder das gesamte Angebot ohne vorherige Ankündigung zu verändern, zu ergänzen, zu löschen oder die Veröffentlichung einzustellen. Der Autor ist nicht verantwortlich für den Inhalt, die Verfügbarkeit, die Richtigkeit und die Genauigkeit der verlinkten Seiten, deren Angebote, Links und Werbeanzeigen. Der Autor haftet nicht für illegale, fehlerhafte oder unvollständige Inhalte und insbesondere nicht für Schäden, die durch Nutzung oder Nichtnutzung der auf den verlinkten Seiten angebotenen Informationen entstehen.
Urheberrecht
Der Autor ist bestrebt, in allen Publikationen geltende Urheberrechte zu beachten. Sollte es trotzdem zu einer Urheberrechtsverletzung kommen, wird der Autor das entsprechende Objekt nach Benachrichtigung aus seiner Publikation entfernen bzw. mit dem entsprechenden Uhrheberrecht kenntlich machen. Alle innerhalb des Internetangebotes genannten und ggf. durch Dritte geschützter Marken- bzw. Warenzeichen unterliegen uneingeschränkt den Bestimmungen des jeweils gültigen Kennzeichnungsrechts und den Besitzrechten der jeweiligen eingetragenen Eigentümer. Allein aufgrund der bloßen Nennung ist nicht der Schluss zu ziehen, dass Markenzeichen nicht durch Rechte Dritter geschützt sind. Das Urheberrecht für die Inhalte dieses Blogs steht allein dem Autor zu. Eine Vervielfältigung solcher Texte, Grafiken oder Sounds in elektrischen und gedruckten Publikationen ist ohne ausdrückliche Zustimmung des Autors nicht gestattet.
Rechtswirksamkeit
Dieser Haftungsauschluss ist als Teil des Internetangebotes zu betrachten, von dem aus auf diese Seite verwiesen wurde. Sofern Teile oder einzelne Formulierungen dieses Textes der geltenden Rechtslage nicht, nicht mehr oder nicht vollständig entsprechen sollten, bleiben die übrigen Teile des Dokuments in ihrem Inhalt und ihrer Gültigkeit hiervon unberührt.
Martin Amend
amend.dialog@googlemail.com
Monday, 17 August 2009
"Träume sind die Nahrung auf dem Weg zum Ziel"
Frei nach Woody Allen ist die Wirklichkeit möglicherweise kein schöner Ort – aber der einzige, an dem man ein ordentliches Steak bekommt. Und Anhänger des Sachzwangs würden sagen, dass neben den objektiven Tatsachen imaginäre andere Wirklichkeiten ziemlich unwichtig sind.
Wir leben in mehreren Wirklichkeiten. Zu den Sachzwängen gehört das Gefühl. Wenn ein Mensch in seinen Gefühlen von der Realität beleidigt wird, will er, dass neben den Tatsachen seine Träume auch ein Recht haben. Es ist etwas Schönes, wenn ich eine Erfahrung, die mich quält und die ich im Augenblick für unveränderbar halte, verlasse und in eine andere Erfahrung eintauche. Das passiert, wenn wir träumen, ein Buch lesen oder wenn wir ins Kino gehen. Oft haben wir dann beim Wiedereintritt in die Wirklichkeit die Lösung für ein scheinbar unlösbares Problem. Wir haben sie im Traum gefunden. Ähnliches wird ja auch von Wissenschaftlern berichtet, die an einem Problem arbeiten und die Lösung unwillkürlich finden, während sie mit etwas völlig anderem beschäftigt sind. Träume stellen eine eigene Wirklichkeit her. Das ist der Antirealismus des Gefühls. Den soll man genauso ernst nehmen und wertschätzen wie die objektiven Tatsachen. Beide haben recht: die Träume und die Tatsachen. Das eine kann das andere nicht auslöschen. Das Nützliche allein ist nicht lebensfähig. Was mein Zwerchfell mir erzählt und was mein Gehirn mir erzählt, ist verschieden, aber beides zusammen ist real. Eines allein bildet die Wirklichkeit nicht ab. So entstehen Zerrbilder.
Quelle: brand eins - Wirtschaftsmagazin, 11. Jahrgang Heft 08 August 2009
Ein Gespräch über Wunschenergie und den lebensnotwendigen Überschuss an Möglichkeiten.
Für den Schriftsteller, Filmregisseur, TV-Produzent Alexander Kluge,77, ist das Nützliche allein nicht lebensfähig.
Zuletzt ist sein Filmessary "Nachrichten aus der ideologischen Antike" erschienen (Filmedition Suhrkamp).
Derzeit arbeitet er an einem Film über die Weltwirtschaftskrise.
Wir leben in mehreren Wirklichkeiten. Zu den Sachzwängen gehört das Gefühl. Wenn ein Mensch in seinen Gefühlen von der Realität beleidigt wird, will er, dass neben den Tatsachen seine Träume auch ein Recht haben. Es ist etwas Schönes, wenn ich eine Erfahrung, die mich quält und die ich im Augenblick für unveränderbar halte, verlasse und in eine andere Erfahrung eintauche. Das passiert, wenn wir träumen, ein Buch lesen oder wenn wir ins Kino gehen. Oft haben wir dann beim Wiedereintritt in die Wirklichkeit die Lösung für ein scheinbar unlösbares Problem. Wir haben sie im Traum gefunden. Ähnliches wird ja auch von Wissenschaftlern berichtet, die an einem Problem arbeiten und die Lösung unwillkürlich finden, während sie mit etwas völlig anderem beschäftigt sind. Träume stellen eine eigene Wirklichkeit her. Das ist der Antirealismus des Gefühls. Den soll man genauso ernst nehmen und wertschätzen wie die objektiven Tatsachen. Beide haben recht: die Träume und die Tatsachen. Das eine kann das andere nicht auslöschen. Das Nützliche allein ist nicht lebensfähig. Was mein Zwerchfell mir erzählt und was mein Gehirn mir erzählt, ist verschieden, aber beides zusammen ist real. Eines allein bildet die Wirklichkeit nicht ab. So entstehen Zerrbilder.
Quelle: brand eins - Wirtschaftsmagazin, 11. Jahrgang Heft 08 August 2009
Ein Gespräch über Wunschenergie und den lebensnotwendigen Überschuss an Möglichkeiten.
Für den Schriftsteller, Filmregisseur, TV-Produzent Alexander Kluge,77, ist das Nützliche allein nicht lebensfähig.
Zuletzt ist sein Filmessary "Nachrichten aus der ideologischen Antike" erschienen (Filmedition Suhrkamp).
Derzeit arbeitet er an einem Film über die Weltwirtschaftskrise.
Sunday, 22 June 2008
Gestalter in Würzburg: Die stillen Kulturschaffenden
Kulturschaffende Künstler Unterfrankens(VKU), Fotografen, Autoren, Gestalter vieler Kultur-Facetten in Würzburg und Umgebung:
"Leben ist ein Umzug", so hatte Richartz sein bekanntes Buch betitelt.
Mein Lebensumzug dauert nun schon seit 31 Jahren an. Während dieser Wege durfte ich einige ansässige Würzburger Künstler und allgemein gestaltende Menschen kennen lernen.
Unter Künstlern und gestalterisch Schaffenden gibt es eine gemeinsame "symbiotische Beziehungsebene", die ich als "Gastfreundschaft" bedeute. Ein nicht ausgesprochenes selbstverständliche "Etikette".
Nun kann ich mich an einigen Menschen erfreuen, die meinen Lebenspfad säumen.
Die eine seelische Wohltat erfühlen lassen. Gefüllt aus vielen Begegnungs-Erlebnissen der letzten 20 Jahre.
So haben mich mein letzter Wochenend-Pfad, an vielen "Schaufenstern" Würzburgs vorbei ziehen lassen. Schaufenster, die als Erinnerungsbücher in meinem Herzen angelegt sind.
Einige Erlebnis-Filme zogen so an meiner inneren "Kinoleinwand" vorbei. Erfühlt mit den verschiedensten Erlebnis-Ebenen.
Sie erzählten von einem "Kommen und Gehen" aus der Sicht der Stadt-Entwicklungsgeschichte. Von einem "Verbinden und Trennen". Auch von Liebe und Haß.
Von Verstehen und Bedeuten. Moment-Aufnahmen, Spots gefüllt von situativen Erlebnis-Welten. Von Wahrnehmen, in unserer Natur. Sie erzählen den kurzen Augenblik von Gestalten und Verwerfen.
So begann mein momentaner Tagesweg vom Samstag, den 22. Juni 2008 am erzählendem alten Bahnhof in Würzburg. Die Begegnung eines Freundes, der geächtet, verletzt und ein wenig trotzig, seine Geschichte während unserer Begegnung berichtete, schauspielerisch dramaturgisch darstellend kund tat.
Hier begann ein neuer Freundes-Weg, er mit einem Gips am rechten Fuß, und ich mit einem Gips am linken Fuß. Unser Leben war seit geraumer Zeit auf Krücken unterwegs.
Im "Gänsemarsch" humpelten wir, der eine geübter als der andere unseren Samstags-Pfad durch Würzburg.
Wir zogen, teilweise wie Schauspieler oder Tingler an lachenden Menschen vorbei. Die oft auch hämisch grinsend unser "Leid", wie auch unser "Glück" beschrieben. Ein gefühltes "Kamerateam" zog uns voraus. Es bagann unsere motivierende Freundesgeschichte, am Straßenrand beguckt, lächelnd "inszeniert", süffisant "moderiert", mit Lachkaskaden beklatscht.
So kamen wir an Bäckerei-Läden vorbei, wo uns die MitarbeiterInnen mit Erstaunen zuriefen und ja fast jubelten, so ein Paar noch nie gesehen zu haben. Ein Freundes-Paar mit weißem Alabaster. Der eine gehend auf dem linken beziehungsweise auf dem rechten Fuß.
In der Eichhornstraße zog mich nun das geschichtete Daseins-Erleben von Schaufenster zu Schaufenster in den Bann. Wir machten plötzlich Halt an einem mit hervorragenden Portraits-Fotos behängten Foto-Studio. Dem Studio von MAkada Kaufmann, eine Sudanesin, besonders sonniger Lebenscharakter. Liebesgeschichten zogen an meiner Leinwand vorbei, Begegnungen von ausgelassener Artenvielfalt afrikanischer Stämme. Gezeichnet mit der Leichtigkeit des "wilden" Dschungels Afrikas, unserer ursprünglichen Herkunft.
Mir drangen sich Fragen auf, wie, ist sie noch hier??, wo finde ich die besonderen Portraits von Makada?, die jedem einzelnen Individuum ein wenig als Star erleben lässt.
Ich trat ein, in eine "andere" Welt. Andere Welten, die wir später als geschichtete Lebens-Bummelei besprachen, erzählten und gemeinsam erlebten.
Eine spontane Geschichte von "meiner" lieben Makada aus dem Sudan, die teilweise impulsiv und dynamisch an unserem Erzählten entlang balancierte.
So kam es, dass die freudige und stolze Idee entstand uns mit den »Alabaster«-Beinen von Ihr fotografieren zu lassen.
"Leben ist ein Umzug", so hatte Richartz sein bekanntes Buch betitelt.
Mein Lebensumzug dauert nun schon seit 31 Jahren an. Während dieser Wege durfte ich einige ansässige Würzburger Künstler und allgemein gestaltende Menschen kennen lernen.
Unter Künstlern und gestalterisch Schaffenden gibt es eine gemeinsame "symbiotische Beziehungsebene", die ich als "Gastfreundschaft" bedeute. Ein nicht ausgesprochenes selbstverständliche "Etikette".
Nun kann ich mich an einigen Menschen erfreuen, die meinen Lebenspfad säumen.
Die eine seelische Wohltat erfühlen lassen. Gefüllt aus vielen Begegnungs-Erlebnissen der letzten 20 Jahre.
So haben mich mein letzter Wochenend-Pfad, an vielen "Schaufenstern" Würzburgs vorbei ziehen lassen. Schaufenster, die als Erinnerungsbücher in meinem Herzen angelegt sind.
Einige Erlebnis-Filme zogen so an meiner inneren "Kinoleinwand" vorbei. Erfühlt mit den verschiedensten Erlebnis-Ebenen.
Sie erzählten von einem "Kommen und Gehen" aus der Sicht der Stadt-Entwicklungsgeschichte. Von einem "Verbinden und Trennen". Auch von Liebe und Haß.
Von Verstehen und Bedeuten. Moment-Aufnahmen, Spots gefüllt von situativen Erlebnis-Welten. Von Wahrnehmen, in unserer Natur. Sie erzählen den kurzen Augenblik von Gestalten und Verwerfen.
So begann mein momentaner Tagesweg vom Samstag, den 22. Juni 2008 am erzählendem alten Bahnhof in Würzburg. Die Begegnung eines Freundes, der geächtet, verletzt und ein wenig trotzig, seine Geschichte während unserer Begegnung berichtete, schauspielerisch dramaturgisch darstellend kund tat.
Hier begann ein neuer Freundes-Weg, er mit einem Gips am rechten Fuß, und ich mit einem Gips am linken Fuß. Unser Leben war seit geraumer Zeit auf Krücken unterwegs.
Im "Gänsemarsch" humpelten wir, der eine geübter als der andere unseren Samstags-Pfad durch Würzburg.
Wir zogen, teilweise wie Schauspieler oder Tingler an lachenden Menschen vorbei. Die oft auch hämisch grinsend unser "Leid", wie auch unser "Glück" beschrieben. Ein gefühltes "Kamerateam" zog uns voraus. Es bagann unsere motivierende Freundesgeschichte, am Straßenrand beguckt, lächelnd "inszeniert", süffisant "moderiert", mit Lachkaskaden beklatscht.
So kamen wir an Bäckerei-Läden vorbei, wo uns die MitarbeiterInnen mit Erstaunen zuriefen und ja fast jubelten, so ein Paar noch nie gesehen zu haben. Ein Freundes-Paar mit weißem Alabaster. Der eine gehend auf dem linken beziehungsweise auf dem rechten Fuß.
In der Eichhornstraße zog mich nun das geschichtete Daseins-Erleben von Schaufenster zu Schaufenster in den Bann. Wir machten plötzlich Halt an einem mit hervorragenden Portraits-Fotos behängten Foto-Studio. Dem Studio von MAkada Kaufmann, eine Sudanesin, besonders sonniger Lebenscharakter. Liebesgeschichten zogen an meiner Leinwand vorbei, Begegnungen von ausgelassener Artenvielfalt afrikanischer Stämme. Gezeichnet mit der Leichtigkeit des "wilden" Dschungels Afrikas, unserer ursprünglichen Herkunft.
Mir drangen sich Fragen auf, wie, ist sie noch hier??, wo finde ich die besonderen Portraits von Makada?, die jedem einzelnen Individuum ein wenig als Star erleben lässt.
Ich trat ein, in eine "andere" Welt. Andere Welten, die wir später als geschichtete Lebens-Bummelei besprachen, erzählten und gemeinsam erlebten.
Eine spontane Geschichte von "meiner" lieben Makada aus dem Sudan, die teilweise impulsiv und dynamisch an unserem Erzählten entlang balancierte.
So kam es, dass die freudige und stolze Idee entstand uns mit den »Alabaster«-Beinen von Ihr fotografieren zu lassen.
Friday, 20 June 2008
Würzburg: Sieboldmuseum: Kostenloser Eintritt gegen ein Japanbuch
Kostenloser Eintritt gegen ein Japanbuch
Das Siebold-Museum möchte seine Sammlung japanischer Bücher erweitern. Zu diesem Anlaß bietet das Museum seinen Besuchern freien Eintritt, gegen die Spende eines japanischen Buches an.
Diese Aktion läuft bis Mitte Januar. Das Siebold-Museum hofft auf zahlreiche und vielseitige Beteiligung seiner Besucher.
Das Siebold-Museum möchte seine Sammlung japanischer Bücher erweitern. Zu diesem Anlaß bietet das Museum seinen Besuchern freien Eintritt, gegen die Spende eines japanischen Buches an.
Diese Aktion läuft bis Mitte Januar. Das Siebold-Museum hofft auf zahlreiche und vielseitige Beteiligung seiner Besucher.
Herzliche Grüße aus Würzburg, martin amend
Hallo, Guten Tag, Bonjour, Ihr Lieben!
In Würzburg tut sich sehr viel, sei es auf der kulturellen, künstlerischen, meditativen, spirituellen Ebene.
An dieser Stelle möchte ich mein Lieblings-Museum in Würzburg beschreiben: das Siebold-Museum mit Siebold-Palais. Gelegen inmitten der architektonisch sichtbaren Industriekultur der Jahrhundertwende von Würzburg in der Frankfurter Straße 87. Mit der Straßenbahnlinie 2 und 4, aus der Stadtmitte schnell zu erreichen.
Kurzer Szenenwechsel: hier hat mein beruflicher Weg begonnen: die Entwicklungsgeschichte der KOENIG & BAUER AG, hier in der Nähe, im Kloster Oberzell begann die unvergleichliche Erfolgs-Story von Friedrich Koenig und Andreas Bauer, die Wiege der Druckkunst, Buchdruckkunst, Magazin- und Zeitungsdrucks, Rollen-Offset,usw. Nach der ersten Entwicklungsphase im Kloster Oberzell, zog das Unternehmen Koenig & Bauer um auf das Gebiet des Bürgerbräukellers.
In der Nähe steht nun das Siebold-Museum, mit der Straßenbahn schnell erreichbar: die Straßenbahn "Zellerau", die Linie 2 und 4, bringt Euch gelassen in eine kulturell andere Welt, in die japanische Kultur. Das Siebold-Museum enstand durch einem besonders in Japan bekannten Deutschen und Würzburger: Philipp Franz von Siebold.
Ein multikultureller Vordenker, der durch seine damaligen Handlungen und durch seine Schriftwerke über die Achtung und über die Rücksicht auf die Traditionen der Kulturen und der Völker sich eloquent in die Nesseln des Konsens der damaligen Gesellschaft setzte. In die Nesseln der damalig vorherrschenden deutschen und europäischen Meinung einer gewissen akademischen Gesellschaft. Das war um 1840.
Das Siebold-Museum hat eine ständige Sammlung mit Exponaten aus dem Nachlass des Japanforschers Philipp Franz von Siebold. Sowie Wechselausstellungen zur japanischen Kultur und Tradtionen. Das Besondere ist das Erlebnis des Tee-Rituals im eigens authentisch gestaltetem und originalem japanischen Teehaus.
Di bis Fr 15 - 17 Uhr,
Sa 10 - 12 Uhr 15 - 17 Uhr und nach Vereinbarung.
Für unsere ansässigen Schulen, Vereine, Clubs, Kultur-Gesellschaften, kunstschaffenden Künstler usw. bedeutet das Siebold-Museum eine Fundgrube und Lehrgrube für kreativen und kulturschaffenden Anspruch. Oftmals finden wir uns im Staunen wieder. Faszinierendes, Obskures, Völkerverständigendes, - greifbare japanische Kultur. Es ist eine Begegnungsstätte von japanischer und deutscher Kultur. Und mehr als nur ein Wissensaustausch. Der Name, der in Japan als Erstes genannt wird, wenn es um einen bekannten Deutschen geht, ist Philipp Franz von Siebold.
Leider wird das Museum nicht stark frequentiert und besucht, da es nicht unmittelbar sichtbar auf der touristischen Achse aus der Würzburger Stadtmitte liegt und nicht so einfach zu finden ist. Würzburger kennen dieses einzigartige Museum kaum und stellen sich somit, wie oft ein kulturelles Armutszeugnis aus. Hier könnten wir gemeinsam versuchen einen Mehrwert zu schaffen. In Verbindung mit dem alten Werksgelände und dem letzten und einzigartigen Würzburger Industriekultur-Gelände in der Frankfurter Straße 87.
Noch etwas Neues: Die Leighton Baracks, das ehemalige US-Army-Gelände besitzt eine sagenhafte Lage, freier Blick unter anderem auch auf die Festung Marienberg.
Hier entstehen einige verschiedene Projekte.
Die Fachhochschule für Kommunikation, Design, Film, Foto, Ton haben ihre ehemals kleinen Räumlichkeiten, hier großzügig gestaltet.
Weiteres aus Würzburg: Es entsteht auf der Siebold-Höhe ein Lebens-Objekt für meditative und spirituelle Menschen, leider kann ich noch nicht viel darüber schreiben. Demnächst mehr!
Ich finde nach 7 Jahren Abstand von Würzburg wieder einiges Neues an und in Würzburg, mein Standpunkt war von Wiesbaden aus Würzburg erblickend. Hier ist kein Vergleich möglich. Ich nenne Wiesbaden eine "Fassaden-Stadt", wunderschöne Architektur aus dem Historismus, Jugendstil usw. Das Kurhaus in Wiesbaden von Otto von Thiersch, wundervoll, er war ein begnadeter Architekt.
Nun, nachdem ich wieder einige Wochen hier in Würzburg verbracht habe, fühle ich meine Liebe zu Würzburg wieder.
Die Franken, ja die Unterfranken, wie sie der Grafiker Richard Rother beschrieben hat, zäh, sonnengegerbte Haut, deren handwerkliches und landwirtschaftliches Leben ihnen ins Gesicht gezeichnet sind, knöchrig, eher still, allerdings kreative Werkarbeiter, Handwerker, Schreiner, Landwirte, Schaffens-Leute, Wirkende, man sieht es, wenn man mit offenem Auge und mit einem offenen Herzen den Unterfranken in Würzburg begegnet. Römische Kultur, enge Gassen, Fachwerk, Wein-Kultur, Weinfeste, traditionelle Vereinsfeste, ich möchte eine große Lobhudelei über Würzburg initieren wollen. Weil - ja weil, vielen MENSCHEN DIES NICHT BEWUSST IST.
Würzburg ist aber auch statistisch gesehen, die Stadt einer der höchsten Selbstmord-Raten, viele Studenten darunter.
Ja, die Moral, die Bigotterie, das zurechtweisende Sollenseins-Normen-Denken mancher konventionellen Unterfranken...
In den letzten Wochen erleb ich hier meine lang bekannten Künstler und Kulturfreunde wieder neu kennen, höre und, ja... ich staune.
Ich frage mich, was habe ich in den letzten 7 Jahren für Kultur geschaffen und für unsere Gesellschaft?
Ja, ich habe meinen Sohn wachsen und entwickeln gesehen. Er zeigt mir jeden Tag was das Wesentliche in unserem Leben ist, wie die Erde sich weiter dreht, wie das Universum, sich in einen Kreislauf begibt und mit unseren Erinnerungen und Sinnen scheinbar spielt... und und und.
Ich komme hier wieder zurück und empfinde keine Enge, nein, plötzlich weitet sich vor mir, eine größere Welt, das ganz eigene Würzburger Universum aus. Ja ich selbst bin kleiner Teil von diesem unseren Universum.
Ich saß in den letzten Wochen mit den für mich besonderen Menschen meines bisherigen Lebens zusammen: Bildhauerin: Margot Garutti, Bildhauer: Rolf Rabens, Schauspielerin Ursula, Maler und Zeichner: August Stern, Neue Ateliereröffnung in der Aumühlstraße 13: Wilde 13.
Welch ein Wunder geschah mir als unsere Freundin, die Irin Rita Dowling, Heilerin aus Dublin und saisonal anwesend in Würzburg, im Schröderhaus einen Workshop anleitete, wie ich ihr "heilendes" und energetisches Umfeld, bei einer Sitzung spüren, fühlen durfte, welche Möglichkeiten wir Menschen täglich versäumen oder aber auch aufgreifen und fühlen könnten. Besser gesagt, im Umgang miteinander erleben könnten.
Jeder Tag ein Wunder unserer Natur. Jeden Tag ein kleines Wunder. Mit offenen Kinderaugen die Welt zu sehen...
Das Universum auf einen String... Raum und Zeit, ist nur für unsere Bedeutungen von Raum und Zeit nötig, aber ist Zeit nur eine Illusion?, so, wie wir Raum und Zeit verstehen und erleben können und dürfen...
Ja, ich habe hier die liebsten Menschen wieder getroffen und fühle wie innig und wie verwurzelt sich das für mich, in meinem Herzen anfühlt.
Gerade jetzt bin ich ins neue, alte Lebensumfeld katapultiert worden, mit dem Rad und meinem Körper konnte ich gerade noch über einen mich schneidenden VW Golf hechten... das war ein Moment der Gleichzeitigkeit...
Kurzfristig durfte ich in einer Klinik in Wiesbaden erleben, wie weit industriell gedachte Systeme und Effizienz führen: nämlich zur Nicht-Beachtung der Menschenwürde, ein Klima von Nicht-Freude, Un-Menschlichkeit, Herzenslosigkeit... jeder spürt das in vielen unserer deutschen Kliniken...
Zurück zu unseren Würzburger Herzens-Menschen, hier will ich besonders Christa Schuhbauer erwähnen, die über 40 Jahre kunstschaffend, die regionalen Künste fördert, ob Lyrik, Literatur, Philosophie, Kunsthandwerk, BildhauerInnen, MusikerInnen, AutorInnen, Vortragende und SchauspielerInnen, Kreative Menschen, Musische Menschen, begleitend ein Auditorium zur Verfügung stellt...
KS Koordinationsstelle für moderne Kultur: Telefon: 0931-55505, Christa setzt seit langem in Würzburg den wahren, wirklichen Kontrapunkt zum kommerzialisierten Kunstbetrieb. Sie lebt in einem kleinen feinen Haus in der Landwehrstraße 4, unscheinbar, erst wenn das Tor sich öffnet, entdeckt man eine Oase, wirklich wie inmitten einer Wüste, der Wüste "Stadt", der Wüste "Konsum"...
Es gibt sie, die kleinen Oasen des Alltags, in Würzburg:
KS Koordinationsstelle für moderne Kultur: Christa Schubauer, Landwehrstraße 4;
Siebold-Museum, Frankfurter Straße 87, Straßenbahnlinie 2 und 4, Haltestelle: Siebold-Museum;
und einige mehr...
Ich grüße alle Kulturschaffenden und -Interessierten in und um Würzburg!
Euer Martin Amend
In Würzburg tut sich sehr viel, sei es auf der kulturellen, künstlerischen, meditativen, spirituellen Ebene.
An dieser Stelle möchte ich mein Lieblings-Museum in Würzburg beschreiben: das Siebold-Museum mit Siebold-Palais. Gelegen inmitten der architektonisch sichtbaren Industriekultur der Jahrhundertwende von Würzburg in der Frankfurter Straße 87. Mit der Straßenbahnlinie 2 und 4, aus der Stadtmitte schnell zu erreichen.
Kurzer Szenenwechsel: hier hat mein beruflicher Weg begonnen: die Entwicklungsgeschichte der KOENIG & BAUER AG, hier in der Nähe, im Kloster Oberzell begann die unvergleichliche Erfolgs-Story von Friedrich Koenig und Andreas Bauer, die Wiege der Druckkunst, Buchdruckkunst, Magazin- und Zeitungsdrucks, Rollen-Offset,usw. Nach der ersten Entwicklungsphase im Kloster Oberzell, zog das Unternehmen Koenig & Bauer um auf das Gebiet des Bürgerbräukellers.
In der Nähe steht nun das Siebold-Museum, mit der Straßenbahn schnell erreichbar: die Straßenbahn "Zellerau", die Linie 2 und 4, bringt Euch gelassen in eine kulturell andere Welt, in die japanische Kultur. Das Siebold-Museum enstand durch einem besonders in Japan bekannten Deutschen und Würzburger: Philipp Franz von Siebold.
Ein multikultureller Vordenker, der durch seine damaligen Handlungen und durch seine Schriftwerke über die Achtung und über die Rücksicht auf die Traditionen der Kulturen und der Völker sich eloquent in die Nesseln des Konsens der damaligen Gesellschaft setzte. In die Nesseln der damalig vorherrschenden deutschen und europäischen Meinung einer gewissen akademischen Gesellschaft. Das war um 1840.
Das Siebold-Museum hat eine ständige Sammlung mit Exponaten aus dem Nachlass des Japanforschers Philipp Franz von Siebold. Sowie Wechselausstellungen zur japanischen Kultur und Tradtionen. Das Besondere ist das Erlebnis des Tee-Rituals im eigens authentisch gestaltetem und originalem japanischen Teehaus.
Di bis Fr 15 - 17 Uhr,
Sa 10 - 12 Uhr 15 - 17 Uhr und nach Vereinbarung.
Für unsere ansässigen Schulen, Vereine, Clubs, Kultur-Gesellschaften, kunstschaffenden Künstler usw. bedeutet das Siebold-Museum eine Fundgrube und Lehrgrube für kreativen und kulturschaffenden Anspruch. Oftmals finden wir uns im Staunen wieder. Faszinierendes, Obskures, Völkerverständigendes, - greifbare japanische Kultur. Es ist eine Begegnungsstätte von japanischer und deutscher Kultur. Und mehr als nur ein Wissensaustausch. Der Name, der in Japan als Erstes genannt wird, wenn es um einen bekannten Deutschen geht, ist Philipp Franz von Siebold.
Leider wird das Museum nicht stark frequentiert und besucht, da es nicht unmittelbar sichtbar auf der touristischen Achse aus der Würzburger Stadtmitte liegt und nicht so einfach zu finden ist. Würzburger kennen dieses einzigartige Museum kaum und stellen sich somit, wie oft ein kulturelles Armutszeugnis aus. Hier könnten wir gemeinsam versuchen einen Mehrwert zu schaffen. In Verbindung mit dem alten Werksgelände und dem letzten und einzigartigen Würzburger Industriekultur-Gelände in der Frankfurter Straße 87.
Noch etwas Neues: Die Leighton Baracks, das ehemalige US-Army-Gelände besitzt eine sagenhafte Lage, freier Blick unter anderem auch auf die Festung Marienberg.
Hier entstehen einige verschiedene Projekte.
Die Fachhochschule für Kommunikation, Design, Film, Foto, Ton haben ihre ehemals kleinen Räumlichkeiten, hier großzügig gestaltet.
Weiteres aus Würzburg: Es entsteht auf der Siebold-Höhe ein Lebens-Objekt für meditative und spirituelle Menschen, leider kann ich noch nicht viel darüber schreiben. Demnächst mehr!
Ich finde nach 7 Jahren Abstand von Würzburg wieder einiges Neues an und in Würzburg, mein Standpunkt war von Wiesbaden aus Würzburg erblickend. Hier ist kein Vergleich möglich. Ich nenne Wiesbaden eine "Fassaden-Stadt", wunderschöne Architektur aus dem Historismus, Jugendstil usw. Das Kurhaus in Wiesbaden von Otto von Thiersch, wundervoll, er war ein begnadeter Architekt.
Nun, nachdem ich wieder einige Wochen hier in Würzburg verbracht habe, fühle ich meine Liebe zu Würzburg wieder.
Die Franken, ja die Unterfranken, wie sie der Grafiker Richard Rother beschrieben hat, zäh, sonnengegerbte Haut, deren handwerkliches und landwirtschaftliches Leben ihnen ins Gesicht gezeichnet sind, knöchrig, eher still, allerdings kreative Werkarbeiter, Handwerker, Schreiner, Landwirte, Schaffens-Leute, Wirkende, man sieht es, wenn man mit offenem Auge und mit einem offenen Herzen den Unterfranken in Würzburg begegnet. Römische Kultur, enge Gassen, Fachwerk, Wein-Kultur, Weinfeste, traditionelle Vereinsfeste, ich möchte eine große Lobhudelei über Würzburg initieren wollen. Weil - ja weil, vielen MENSCHEN DIES NICHT BEWUSST IST.
Würzburg ist aber auch statistisch gesehen, die Stadt einer der höchsten Selbstmord-Raten, viele Studenten darunter.
Ja, die Moral, die Bigotterie, das zurechtweisende Sollenseins-Normen-Denken mancher konventionellen Unterfranken...
In den letzten Wochen erleb ich hier meine lang bekannten Künstler und Kulturfreunde wieder neu kennen, höre und, ja... ich staune.
Ich frage mich, was habe ich in den letzten 7 Jahren für Kultur geschaffen und für unsere Gesellschaft?
Ja, ich habe meinen Sohn wachsen und entwickeln gesehen. Er zeigt mir jeden Tag was das Wesentliche in unserem Leben ist, wie die Erde sich weiter dreht, wie das Universum, sich in einen Kreislauf begibt und mit unseren Erinnerungen und Sinnen scheinbar spielt... und und und.
Ich komme hier wieder zurück und empfinde keine Enge, nein, plötzlich weitet sich vor mir, eine größere Welt, das ganz eigene Würzburger Universum aus. Ja ich selbst bin kleiner Teil von diesem unseren Universum.
Ich saß in den letzten Wochen mit den für mich besonderen Menschen meines bisherigen Lebens zusammen: Bildhauerin: Margot Garutti, Bildhauer: Rolf Rabens, Schauspielerin Ursula, Maler und Zeichner: August Stern, Neue Ateliereröffnung in der Aumühlstraße 13: Wilde 13.
Welch ein Wunder geschah mir als unsere Freundin, die Irin Rita Dowling, Heilerin aus Dublin und saisonal anwesend in Würzburg, im Schröderhaus einen Workshop anleitete, wie ich ihr "heilendes" und energetisches Umfeld, bei einer Sitzung spüren, fühlen durfte, welche Möglichkeiten wir Menschen täglich versäumen oder aber auch aufgreifen und fühlen könnten. Besser gesagt, im Umgang miteinander erleben könnten.
Jeder Tag ein Wunder unserer Natur. Jeden Tag ein kleines Wunder. Mit offenen Kinderaugen die Welt zu sehen...
Das Universum auf einen String... Raum und Zeit, ist nur für unsere Bedeutungen von Raum und Zeit nötig, aber ist Zeit nur eine Illusion?, so, wie wir Raum und Zeit verstehen und erleben können und dürfen...
Ja, ich habe hier die liebsten Menschen wieder getroffen und fühle wie innig und wie verwurzelt sich das für mich, in meinem Herzen anfühlt.
Gerade jetzt bin ich ins neue, alte Lebensumfeld katapultiert worden, mit dem Rad und meinem Körper konnte ich gerade noch über einen mich schneidenden VW Golf hechten... das war ein Moment der Gleichzeitigkeit...
Kurzfristig durfte ich in einer Klinik in Wiesbaden erleben, wie weit industriell gedachte Systeme und Effizienz führen: nämlich zur Nicht-Beachtung der Menschenwürde, ein Klima von Nicht-Freude, Un-Menschlichkeit, Herzenslosigkeit... jeder spürt das in vielen unserer deutschen Kliniken...
Zurück zu unseren Würzburger Herzens-Menschen, hier will ich besonders Christa Schuhbauer erwähnen, die über 40 Jahre kunstschaffend, die regionalen Künste fördert, ob Lyrik, Literatur, Philosophie, Kunsthandwerk, BildhauerInnen, MusikerInnen, AutorInnen, Vortragende und SchauspielerInnen, Kreative Menschen, Musische Menschen, begleitend ein Auditorium zur Verfügung stellt...
KS Koordinationsstelle für moderne Kultur: Telefon: 0931-55505, Christa setzt seit langem in Würzburg den wahren, wirklichen Kontrapunkt zum kommerzialisierten Kunstbetrieb. Sie lebt in einem kleinen feinen Haus in der Landwehrstraße 4, unscheinbar, erst wenn das Tor sich öffnet, entdeckt man eine Oase, wirklich wie inmitten einer Wüste, der Wüste "Stadt", der Wüste "Konsum"...
Es gibt sie, die kleinen Oasen des Alltags, in Würzburg:
KS Koordinationsstelle für moderne Kultur: Christa Schubauer, Landwehrstraße 4;
Siebold-Museum, Frankfurter Straße 87, Straßenbahnlinie 2 und 4, Haltestelle: Siebold-Museum;
und einige mehr...
Ich grüße alle Kulturschaffenden und -Interessierten in und um Würzburg!
Euer Martin Amend
Tuesday, 29 April 2008
In DIALOG...Prozess...Zukunft...Transparenz...
Der DIALOG ist
Ein Weg, um zu klarer und wirksamer Kommunikation mit und in einer Gruppe zu gelangen
Ein Instrument, um Gefühle, Wertungen und Vorannahmen, die in allen Denk- und Kommunikationsvorgängen maßgeblich beteiligt sind auf die Bewusstseinsebene zu heben und dort aktiv zu gestalten.
Eine Möglichkeit, um in einen kreativen und lebendigen Austausch zu kommen
Ein Forum für gemeinsames Denken und Lernen in einer Gruppe.
Der DIALOG in Unternehmen
Das DIALOG-Verfahren findet in folgenden Bereichen in Unternehmen seine Anwendung:
- Forum für kollegialen und interdisziplinären Austausch
- Konflikt- und Krisenmanagement
- Wissenspool im Rahmen einer lernenden Organisation
- Entwicklung von Sozialkompetenz bei den TeilnehmerInnen
Dialog - ist »tätiges Innehalten« ist kollektive Aufmerksamkeit. Viele Leute behaupten, dass die beste Strategie für die Bewältigung schwieriger Probleme im Grunde weder darin bestehet, über Lösungsmöglichkeiten nachzudenken noch sie zu diskutieren, sondern einfach zu handeln.
Beim echten Dialog denken wir allerdings nicht über unser Tun nach,
- sondern wir tun etwas für unser Denken.
- wir sprechen auf eine Weise, die tiefere Einsichten vermittelt und den Denkprozess transparent macht.
Ein Weg, um zu klarer und wirksamer Kommunikation mit und in einer Gruppe zu gelangen
Ein Instrument, um Gefühle, Wertungen und Vorannahmen, die in allen Denk- und Kommunikationsvorgängen maßgeblich beteiligt sind auf die Bewusstseinsebene zu heben und dort aktiv zu gestalten.
Eine Möglichkeit, um in einen kreativen und lebendigen Austausch zu kommen
Ein Forum für gemeinsames Denken und Lernen in einer Gruppe.
Der DIALOG in Unternehmen
Das DIALOG-Verfahren findet in folgenden Bereichen in Unternehmen seine Anwendung:
- Forum für kollegialen und interdisziplinären Austausch
- Konflikt- und Krisenmanagement
- Wissenspool im Rahmen einer lernenden Organisation
- Entwicklung von Sozialkompetenz bei den TeilnehmerInnen
Dialog - ist »tätiges Innehalten« ist kollektive Aufmerksamkeit. Viele Leute behaupten, dass die beste Strategie für die Bewältigung schwieriger Probleme im Grunde weder darin bestehet, über Lösungsmöglichkeiten nachzudenken noch sie zu diskutieren, sondern einfach zu handeln.
Beim echten Dialog denken wir allerdings nicht über unser Tun nach,
- sondern wir tun etwas für unser Denken.
- wir sprechen auf eine Weise, die tiefere Einsichten vermittelt und den Denkprozess transparent macht.
Subscribe to:
Posts (Atom)
